Warum Potenzialentwicklung gerade jetzt wichtig ist

Für Führungskräfte ist es von großer Bedeutung zu wissen, wie es ihren Mitarbeitern geht – nicht nur in Zeiten von Corona. Und doch stehen gerade jetzt besonders viele Menschen vor großen Herausforderungen. In diesem Blog-Beitrag möchte ich Ihnen erläutern, wie eine Potenzialanalyse dazu beitragen kann, dass Ihre Mitarbeiter sich nicht allein gelassen fühlen.


Wann gerät jemand im Team unter Druck? Wie flexibel ist jemand in der Lage, mit Veränderungen umzugehen? Wo gibt es Frustrationen oder unerkannte Motivationskiller? Und wie steht es mit der eigenen Stressbelastung? Mit der Potenzialanalyse DNLA (= Discovering Natural Latent Abilities) bieten wir ein Instrument an, das Führungskräften und Arbeitgebern hilft, immer zu wissen, wo ihre Leute Unterstützung brauchen. Das Schöne dabei ist: Die DNLA-Verfahren sind zum langfristigen Potenzialaufbau angelegt. Das heißt, dass die Teilnehmer regelmäßig die online gestützte Befragung durchlaufen, die in einen strukturierten Beratungsprozess eingebettet ist. Alle Mitarbeiter bekommen ein individuelles Feedback-Gespräch und am Ende gibt es einen aktuellen Handlungsplan für jeden. Auch die Führungskräfte profitieren davon, indem sie die Empfehlungen gemeinsam mit den Mitarbeitern im Berufsalltag umzusetzen.


Möglicherweise denken Sie nun, dass dieses System sich sehr auf den Einzelnen konzentriert und Sie die Gefahr wittern, dass sich Einzelne besonders profilieren möchten – möglicherweise sogar auf Kosten anderer? Nein, mir geht es in diesem Prozess nicht darum, die Leute sinnlos nach vorn zu pushen. Vielmehr besteht das Ziel darin, für jeden Mitarbeiter die grundlegenden Voraussetzungen zu schaffen, um auch unter schwierigen Bedingungen gut arbeiten zu können. Darunter verstehe ich im loyalen Teamsinn, Dinge gemeinsam zu entwickeln und umzusetzen. Anders ist das heute in unserer schnelllebigen Zeit und im komplexen Wirtschaftsfeld gar nicht machbar. 


Mein loyaler Führungsansatz wird von den Grundgedanken des DNLA-Systems getragen: Es begünstigt keine Egomanen, sondern erlaubt zu erkennen, wenn eine Person zur Übertreibung neigt. Selbstvertrauen als soziale Eigenschaft ist zwar hervorragend und eine wichtige Voraussetzung, gute Arbeit zu machen. Doch wenn eine Person in Richtung Selbstüberschätzung und Arroganz tendiert, kann es problematisch werden – für die betroffene Person und für das Umfeld. Daher ist es gut, solche Tendenzen frühzeitig und objektiv zu erkennen, um ungünstigen Teamsituationen vorzubeugen oder ihnen gegenzusteuern.


Der Ursprung des DNLA-Verfahrens führt auf Forschungsreihen zu beruflichen Erfolgsfaktoren zurück, die in den 1990er-Jahren am Max-Planck-Institut durchgeführt wurden. Wenn Sie sich nun fragen, wie gut ein solches Verfahren in die heutige Arbeitswelt passt, die von Agilität und von schnellen Veränderungen geprägt ist, dann möchte ich Sie auf eine kurze Zeitreise mitnehmen. Ja, das Verfahren hat eine lange Tradition und Erfolgsgeschichte. Und gleichzeitig ist es top-aktuell, was uns regelmäßig durchgeführte Untersuchungen und die Erfahrungen in der Praxis bestätigen. Wann waren emotionale Intelligenz, soziale Umgangsformen und Kommunikationskenntnisse je so wichtig wie heute?


Die Datenbasis, die für die Vergleiche und Berechnungen herangezogen wird, wird fortlaufend aktualisiert. Es wird in den DNLA-Verfahren zum Beispiel auch ausdrücklich auf Agilität eingegangen – mit einem eigenen Indikator dafür, wie gut Mitarbeiter in einem agilen Kontext und in agilen Kooperationsformen zurechtkommen. Und wenn Sie überlegen, welche konkreten Kompetenzen hinter Agilität stehen, dann stehen Eigenverantwortlichkeit, Initiative und Flexibilität, Faktoren, die schon immer Bestandteil der DNLA-Analysen waren, ganz vorn.


Ich persönlich halte es für am besten, wenn möglichst jeder Arbeitnehmer in den Genuss einer solchen Unterstützung kommt. Denn der überschaubare Aufwand lohnt sich messbar! Im Gegenzug sollte sich jeder Arbeitgeber einmal fragen, wie hoch der Aufwand ist, wenn Mitarbeiter in gewissen Situationen allein gelassen werden und erst, wenn Probleme auftreten, Maßnahmen ergriffen werden. 


Das DNLA-Verfahren ist auch zentraler Bestandteil der „Personalbilanz“ – eines Personal- und Entwicklungskonzepts für mittelständische Unternehmen. Hierbei durchlaufen alle im Unternehmen – vom Pförtner bis zum Vorstand – eine DNLA-Analyse. Je nachdem, wie die Ergebnisse ausfallen und wo der Bedarf an Unterstützung am größten ist oder wo das Unternehmen konkret weiterentwickelt werden soll, werden Prioritäten gesetzt. Darüber hinaus hilft die Personalbilanz, Führungsfehler oder Fehlentwicklungen in der Organisation zu erkennen. Da die Personalbilanz keine einmalige Sache ist, sondern ein kontinuierlicher Prozess, entstehen nach und nach ein kultureller Wandel im Unternehmen – hin zu mehr Loyalität – und ein Erfolgsklima, das es allen ermöglicht, ihr Potenzial voll einzubringen.


Möchten Sie Ihre Mitarbeiter in mentale Topform bringen und Ihren Führungskräften erleichtern, zu erkennen, wie sich ihre Mitarbeiter fühlen und wo Entwicklungspotenziale sichtbar sind? Dann testen Sie es gleich aus oder lassen Sie sich ein individuelles Angebot erstellen.

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