Was macht gute Führung aus?

Wer ein gutes Team will, braucht auch eine gute Führung. Doch welche Voraussetzungen sorgen bei Mitarbeitern für Wohlwollen und Engagement? Eine Umfrage des Instituts für Führungskultur und dem F.A.Z.-Institut, die im Focus veröffentlicht wurde, zeigt, welche Dinge den Mitarbeitern in erster Linie wichtig sind.


1. Offene, transparente Kommunikation
Schon wieder erfährt man von strukturellen Änderungen erst kurz vor knapp, eine wichtige Info zum aktuellen Projekt ist irgendwo stecken geblieben und von personellen Veränderungen weiß man auch wieder nichts? Genau an diesem Punkt hört die gute Zusammenarbeit für 68 Prozent der befragten Mitarbeiter mit ihren Chefs auf – und Unzufriedenheit macht sich breit. Kein Wunder, schließlich kann niemand richtig arbeiten oder sein Potenzial ausschöpfen, wenn die Kommunikation hinkt. Das frustriert und ist vollkommen unnötig. 


2. Eine authentische Kultur
Ein gutes Team braucht Vertrauen untereinander und ganz besonders zu dem Menschen, der das Team führt. Aber wie soll man jemandem vertrauen, dessen Auftreten einem gekünstelt vorkommt? Erfahrungsgemäß führt das dazu, dass Aussagen von nicht authentischen Führungskräften immer wieder hinterfragt werden; ein doppelter Boden wird vermutet. Mit einem offenen und vertrauensvollen Umgang mit den Mitarbeitern kommen Vorgesetzte selbst in schwierigen Phasen weiter: 63 Prozent der Befragten schätzen diese Führungskompetenz.


3. Mitarbeiter fördern
Eigentlich ganz einfach: Mitarbeiter wollen für ihre Fähigkeiten geschätzt und gefördert werden. Wer sich mit den individuellen Stärken im Team auseinandersetzt, wird eine umso mächtigere Effektivität ernten. Wer seine Mitarbeiter wohlwollend fordert und fördert, kann die Menschen durch Herausforderungen wachsen lassen und gewinnt gleichzeitig mehr Produktivität im Team. 63 Prozent der Befragten sind hingegen der Meinung, dass ein schwaches Team den Chef erst recht alt aussehen lässt.


4. Orientierung geben und Mitarbeiter mitreißen
Eine gute Führungsperson verkörpert auch die Vision des Unternehmens. Sie gibt Sicherheit und weist eine klare Richtung in die Zukunft. Deshalb sind Wechsel in der Führungsebene gerade in großen Unternehmen mit Umstrukturierungen verbunden. Eine Führungsperson, die keine Lust hat zu wirken, zu verbessern und voranzutreiben, ist am falschen Platz – das bestätigen auch 44 Prozent der Befragten.


5. Konflikte benennen und ausräumen
Vor allem mangelnde Kommunikation ist oft schuld an Konflikten und falschen Erwartungen. Deshalb ist gute, wertschätzende Kommunikation ganz besonders bei Führungskräften wichtig. Wer dauerhaft mit einem starken, funktionierenden Team arbeiten will, der muss Energie darauf verwenden, regelmäßig mit dem Team zu interagieren und Lösungen für aufkommende Probleme anbieten. Das finden auch 39 Prozent der Befragten.


In der Befragung wurden weiterhin Punkte wie „Die Individualität der Mitarbeiter achten“ (39 Prozent), ein Ansprechpartner für persönliche Belange sein (32 Prozent) und Einsicht in größere Zusammenhänge geben (28 Prozent) untersucht. Eindeutiges Fazit: Eine gute Zusammenarbeit basiert auf Vertrauen, gegenseitigem Interesse und Loyalität. Mit einer guten Kommunikation kann das jede Chefin und jeder Chef hinbekommen. Oder?


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