Was Souveränität ausmacht - und warum Gefühllosigkeit nichts damit zu tun hat

Während die Einen ihren Gefühlen freien Lauf lassen, gibt es ganz besonders im Berufsleben viele Menschen, die in jeder Situation scheinbar cool bleiben und keine wahren Gefühle zeigen – und damit für souverän halten. Manche Menschen legen Wert darauf, keinerlei Schwäche zuzugeben und bemühen sich, so zu wirken, als ob sie Herr über jede Lage wären und ihren persönlichen Fokus stets darauf lägen, gut dazustehen. Doch damit sind sie leider nicht wirklich souverän.


Tun diese Menschen sich einen Gefallen damit? Ganz sicher nicht. Denn auf die lange Sicht geht es darum, sich wirklich souverän und einverstanden zu fühlen, mit dem, was man tut. Es ist ein inneres Commitment, eine Haltung. Und gerade im Berufsleben, wo es darauf ankommt, eine Vorbildfunktion auszuüben, ist die Haltung, die innere Einstellung so viel wichtiger als alles andere. Denn Ihre Haltung wirkt sich in Ihrem Verhalten aus.


Warum ist echte Souveränität wichtiger als die reine Wirkung? 


Aus mehreren Gründen, die ich Ihnen gleich vorstellen werde. Der erste darunter ist schlicht der, dass souverän zu wirken, ohne sich so zu fühlen bzw. echt souverän zu sein, ziemlich anstrengend wird und auf Dauer kaum möglich ist. Wie können Sie Ihre Souveränität also weiterentwickeln?


3 Kennzeichen echter Souveränität


1.    Echte und nachhaltige Souveränität ist nur mit einem Mindestmaß an Offenheit und Ehrlichkeit gegenüber den eigenen Gefühlen und in angemessener Authentizität möglich. Erst sich selbst und folglich auch anderen gegenüber, da es sonst keine tragfähige Beziehung gibt.


2.    Souveränität beinhaltet, in möglichst wertekonform, also in freier Übereinstimmung mit seinen Werten und Gefühlen zu leben, ohne sich von letzteren überschwemmen zu lassen oder sie – im anderen Extrem – zu verdrängen. In einem ausgewogenen Verhältnis werden Ihre Werte und Ihre persönliche Unabhängigkeit gewahrt und auch dann nicht aufgegeben, wenn es schwierig wird.


3.    Ein wichtiges Kennzeichen echter Souveränität besteht auch darin, anderen Menschen den gleichen Respekt zu erweisen wie sich selbst. Wer souverän ist, fühlt sich anderen gegenüber nicht überlegen, sondern ebenbürtig. Und gerade diese Einstellung spiegelt sich in Ihrer Kommunikation wider.


Was folgt daraus für eine souveräne Kommunikation?


Diese Erkenntnisse bedeuten für die Kommunikation, Authentizität und Offenheit zu leben. Deshalb legt ein souveräner Mensch seinen Fokus nicht darauf, in erster Linie aufzutreten, sondern er ist überzeugt von dem, was er zu sagen hat und bringt Empathie für sein Gegenüber – und damit eine grundsätzliche Offenheit gegenüber anderen Meinungen – auf. 


Souverän zu kommunizieren heißt also, authentisch und glaubwürdig zu sein und nicht nur auf eine bestimmte Wirkung bedacht. Denn Sie haben es vielleicht selbst schon einmal erlebt: Den Fokus auf eine bestimmte Wirkung zu richten, ohne zu dem dahinterliegenden Inhalt zu stehen, wird früher oder später durchschaut und führt in jeder noch so starken Arbeitskultur zu massiven Integritätsproblemen. 


Zur Schau gestellte (Pseudo-)Überlegenheit und Dominanz zeugen also von fehlender Souveränität, während die Gelassenheit eines Menschen, der neben seinen Zielen auch seine Stärken und Schwächen kennt und damit umgeht als auch die Ziele anderer in angemessener Weise berücksichtigt, ist wirklich souverän.


Mit Hilfe einer Potenzialanalyse bekommen Sie einen objektiven Blick auf Ihre sozialen und kommunikativen Eigenschaften und kommen Sie Ihrer Souveränität auf die Spur, wann sie stark ist – und wo vielleicht noch Potenziale schlummern. Wenn Sie möchten, finden wir es gemeinsam heraus! 

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