Wie kann praktische Psychologie als Führungswerkzeug eingesetzt werden?

Seit 2015 Spezialist für Mimikresonanz, bietet Matthias Niggehoff Führungs- und Vertriebstrainings für verbesserte Kommunikationsprozesse an. Weiterhin unterstützt er in dreimonatigen Intensiv-Mentorings die berufliche Charakterentwicklung, um besser zu verkaufen, souveräner und gelassener aufzutreten und sich effektiv durchzusetzen.

Viele Führungskräfte kommen zu ihrer Personalverantwortung, weil sie wegen ihres fachlichen Niveaus befördert werden. Wie kann Führung erlernt werden?




Zunächst ist es wichtig, sich mit den eigenen Stärken und Schwächen auseinanderzusetzen. Welche Stärken bringe ich mit für die neue Führungsrolle? Wo liegen Entwicklungspotenziale? Eine Herausforderung ist es für neue Führungskräfte meist, dass sie sich nicht so gut durchsetzen können. Das ist insbesondere der Fall, wenn sie plötzlich Vorgesetze von Kollegen sind, die vorher auf einer gleichen Hierarchieebene waren. Hierbei ist es wichtig, genau zu schauen, was die Mitarbeiter wirklich brauchen. Was sind ihre Bedürfnisse? Manche Menschen brauchen mehr Struktur, andere mehr Freiheiten. Ein wesentlicher Faktor der Führung ist es, zu erkennen, wie der Mitarbeiter gestrickt ist und ihn individuell abzuholen.





Wo setzt die praktische Psychologie ein, um die Mitarbeiterkommunikation in Unternehmen zu unterstützen?


Zunächst lernt man zu erkennen, wie der Mitarbeiter tickt, was er gerade wirklich fühlt und benötigt. Studien zeigen, dass wir leider nur 50% der wahren Emotionen unserer Mitmenschen erkennen. Dabei ist für eine erfolgreiche Kommunikation gerade das sehr wichtig. Den Mitarbeiter in seiner Persönlichkeit besser zu verstehen und mögliche Probleme im Voraus zu erkennen, ist das Fundament erfolgreicher Kommunikation. 


Die praktische Psychologie unterstützt hier im Bereich der Persönlichkeitspsychologie: Menschen verstehen und wertschätzend überzeugen. Ohne Tricks und Manipulation. 


Welche Regeln der Kommunikation sollten Führungskräfte durchgängig beherzigen?


Mitarbeiter nicht persönlich abzuwerten oder anzugreifen. Fehlverhalten kann deutlich kritisiert werden, jedoch sollte niemals der Mensch als Mensch bewertet werden. Zusätzlich sollten Führungskräfte auf die aktuelle Stimmung des Mitarbeiters achten: Braucht der Mitarbeiter aktuell eher Lob? Benötigt er Struktur oder eine klare Anweisung? Insbesondere auf die Körpersprache sollte geachtet werden, weil gerade über die Mimik zu sehen ist, wie die Person sich wirklich fühlt. 


Welche Kommunikationsinstrumente und –wege können Ihrer Meinung nach die Führungskommunikation nachhaltig verbessern?




Den Fokus auch auf die Körpersprache zu legen. Zu sehen, was der Mitarbeiter gerade wirklich fühlt und benötigt. Die aktuelle Stimmung im Team besser zu erfassen und Zeichen innerer Abwendung, zuweilen sogar innerer Kündigung, zu erkennen. Die Mimik zeigt die wahren Gefühle der Person sehr präzise an, weil sie direkt mit dem Emotionszentrum im Gehirn verbunden ist. Auch die Persönlichkeitspsychologie ist hierbei zentral: Wenn die Führungskraft weiß, wie ihr Mitarbeiter tickt, kann sie viel besser mit ihm umgehen und ihn unterstützen. 

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