Wie halten Unternehmen ihr Know-how bei sich?

Gavino Wismach, Magister Artium, ist Autor, Referent und Berater für Wissensmanagement und Prozessanalyse bei Oberwasser Consulting.

 

Er hat mehrere innovative Beratungsprodukte entwickelt, darunter ein Einarbeitungskonzept, mit dem Einarbeitungszeiten um 70 Prozent reduziert werden können.

 

2017 erschien sein Buch Ganzheitliches Wissensmanagement - Warum Unternehmen deutlich mehr brauchen als eine Software.

Unternehmen haben mit immer kürzeren Arbeitnehmerverhältnissen zu kämpfen, 
die Fluktuation steigt. Wie können sich Unternehmen vor Wissensverlust schützen?



 

Die effektivste und einfachste Form, ein Wissensmanagement zu leben, ist es, die Mitarbeiter miteinander ins Gespräch und in einen regelmäßigen Austausch zu bringen. Je mehr die Personen in einem Unternehmen über ihre Aufgaben sprechen, desto weiter wird das Wissen im Unternehmen verteilt. Darüber hinaus verbessern sich die Unternehmenskultur und die Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter.




Vor welchen Risiken müssen sich Unternehmen heute besonders schützen? Und wie?

 

Es wird zunehmend schwerer, genau das Personal zu bekommen, das man benötigt. Zum Einen, weil es immer weniger gibt (Stichwort Fachkräftemangel) und zum Anderen, weil die Arbeitsweisen und damit die Anforderungen von Unternehmen immer spezieller werden. Daher sollten Unternehmen frühzeitig damit anfangen, eigenes Personal auszubilden und verschiedenste Maßnahmen zu ergreifen, um die Mitarbeiter an sich binden.


Wie können Führungskräfte das Wissensmanagement in ihre Mitarbeiterführung integrieren?


Wissensmanagement ist zu allererst eine Haltungsfrage. Nur wenn die Führungskräfte den Teamgedanken leben und vermitteln, dass das Ganze mehr als die Summe seiner Teile ist, werden auch die Mitarbeiter anfangen, sich als Team zu verstehen. Bereits bei den eigenen Entscheidungen sollten sich Führungskräfte die Blickwinkel ihrer Mitarbeiter einholen und zeigen, dass sie auch selbst nicht „die Weisheit mit Löffeln gefressen" haben.


Welche Schritte bilden Ihrer Meinung nach die Basis für ein professionelles Wissensmanagement?


Jedes Wissensmanagement beginnt mit den ersten Schritten. Es ist nicht möglich, in eine klassische Struktur von heute auf morgen ein komplettes Wissensmanagement zu implementieren. Viel mehr sollte mit kleinen Maßnahmen begonnen werden, um die Bereitschaft in der Belegschaft zu wecken, sich auf ein neues Arbeitskonzept einzulassen. Diese Schritte kann man dann nach und nach ausbauen.

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